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Pragmatismus


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Der Pragmatismus gilt in angelsächsichen Ländern als eine Erscheinungsform der Lebensphilosophie die starke subjektiv idealistische und agnostische Agnostizismus ) Züge zeigt.

Inhaltsverzeichnis

Herkunft und Herausbildung des Pragmatismus

Charles Peirce gilt als Begründer des Pragmatismus . William James hat dann mit seiner Veröffentlichung von 1907 (1) diese Linie entwickelt. Ferdinand Canning Scott und John Dewey trugen zur Ausgestaltung des Pragmatismus entscheidend bei.

Dabei hat allerdings Dewey den Pragmatismus in einer Form ausgestaltet die auch Instrumentalismus bezeichnet wird.

Diese im Pragmatinsmus sich zeigende Lebensanschauungen weisen viele Gemeinsamkeiten den Anschauungen F.W.Nietzsches auf(2). Eine bestimmte Übereinstimmung ergibt sich den Anschauungen des Positivismus der die Begründer und die Entwicklung Pragmatismus stark beeinflusst hat.

Zum Kern der Anschauungen im Pragmatismus

Nach den Ansichten der Pragmatisten sollen alle Urteile Anschauungen Vorstellungen Begriffe u.a. der Menschen als Regeln für das Tätigsein und Verhalten erweisen.

Aus der Haltung des Skeptizismus heraus dass es dem Menschen nie gelungen sei die objektive Realität wirklich hinreichend so abzubilden dass es Übereinstimmung mit der Realität gekommen sei wird die bisherige Erkenntnis und das erkannte Wahre als Metapher betrachtet.

Somit ist die Erkenntnis über die Realität nicht in Übereinstimmung mit den darüber Aussagen als Wahrheit aufzufassen sondern nur aus praktischen Nutzanwendung zu folgern.

Damit wird das Kriterium der Wahrheit Kriterium der Nützlichkeit des Nutzens des Erfolges.

James drückt diese Aussage über die so aus:

"Wahr ist das was sich durch praktischen Konsequenzen bewährt".

Oder mit anderen Worten(James):

"Eine Vorstellung ist 'wahr' solange es unser Leben nützlich ist sie zu glauben".

Die Frage der Wahrheit wird zu einer Frage der praktischen ob sie in der 'Logik' im 'Labor' der 'Firma' usw. einen Nutzen darstellt. In täglichen Praxis ist nicht mehr nach der zu fragen sondern zu überprüfen welchen 'Barwert' Vorstellung hat.

Die Behauptung der Pragmatismus hätte eine eigene Vorstellung von Wahrheit ist nicht haltbar. Für den Pragmatismus gilt dass ein wahrer Satz ein sein muss den man einfach bekräftigen kann. 'wahre Satz' sollte dann nur noch die erfüllen dass er zu den Sätzen kompatibel an die die Teilnehmer einer Gemeinschaft glauben.

Jede Tätigkeit ist darauf hin zu welche Erfolge(results) sie den sich ändernden und Interessen aufweisen.

Die Beziehung zur Moral des Handelns stellt sich den Pragmatisten denn der Pragmatismus lehnt jede Moral als überkommende Vorurteile Für die Menschen gibt es keine moralischen denn der Pragmatismus erkennt keine für den Menschen verbindliche allgemeine Normen der Moral.

Zur Kritik und zur Beurteilung der Anschauungen

Bei konsequenter Anwendung des Pragmatismus in täglichen Praxis würde sich ein völliger Relativismus einstellen der geeignet ist alle Handlungen rechtfertigen solange sich diese als nutzbringend erfolgreich bewährt herausstellen.

Die Reduzierung der Wahrheit und die der Moral auf den vom Interesse des oder einer Gruppe von Menschen her bestimmten und Erfolg ist das entscheidende Moment der des Pragmatismus .

Die Frage der sittlichen Bindung und für die staatlichen Prozesse wird ebenfalls nicht Betracht gezogen. Würde zum Beispiel eine Rechtsprechung die Prinzipien des Pragmatismus gebunden so könnten sich erhebliche Brüche angelsächsischen Rechtstradition bezüglich der Bestandsnormen des Eigentums

Insofern kann auch ein Element des Irrationalismus im Pragmatismus enthalten sein.

Die Wirkungen des Pragamtismus auf die Philosophie

Die Begründer des Pragmatismus haben zu sehr verschiedene Entwicklungen auf Gebieten der Wahrheit der Bedeutung sprachlicher Ausdrücke Natur und zu den Funktionen in der Beiträge geliefert.

Obwohl viele dieser Beiträge heute in angelsächsichen Philosophie keine beutende Rolle mehr einnehmen haben sie doch auf einige Wirkungen gezeigt.

So haben sie u.a. Willard Van Orman Quine Ludwig Wittgenstein Richard Rorty Nelson Goodman Donald Davidson und Wilfrid Sellars beeinflusst.

Literatur

  • (1) W. James Pragmatism 1907
  • (2) F.W. Nietzsche Vom Nutzen und Nachteil der Historie für Leben 1871
  • C.S. Peirce How to make our Ideas Clear 1878
  • C.S. Peirce Schriften zum Pragmatismus und Pragtizismus Frankfurt 1976
  • C.S. Peirce Vorlesungen über Pragmatismus Hamburg 1973
  • F.C.S. Schiller Our Human Truths 1939
  • J. Dewey How we think 1910
  • J. Dewey Reconstruction in Philosophy 1920
  • J. Dewey Philosophy and Civilization 1931
  • J. Dewey A Common Faith 1934
  • J. Dewey Philosophie heute und morgen. Eine Einführung ins Denken 1971
  • W. James Was ist Pragmatismus? Beltz 1994. ISBN: 3895470600



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