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Natur


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Die Bedeutung des Begriffes Natur variiert in vielen Gesellschaften ist innerhalb der Gesellschaften nicht eindeutig teilweise widersprüchlich; Natur ist nicht leicht zu definieren.

Inhaltsverzeichnis

Natur als Gegenbegriff zur Kultur

Unter Natur wird heute in westlichen Kulturkreisen im Allgemeinen das bezeichnet was nicht vom Menschen geschaffen wurde. Natur ist bei dieser vorherrschenden das Gegenteil von Kultur .

Objekte der Natur sind nach dieser z.B. Steine Pflanzen Tiere Landschaft - ob der Mensch selbst zur gehört oder nicht ist bereits nicht mehr Konsens . Man unterscheidet dabei zwischen belebter Natur (z.B. Tier Pflanze) und unbelebter Natur wie z.B. Steine.

Naturereignisse Naturerscheinungen sind z.B. Regen oder Das auch diese Ereignisse längst nicht mehr der Kultur des Menschen unbeeinflusst sind ist unbekannt und passt nicht mehr in diese Auffassung. Der menschliche Umgang mit der Natur wird immer öfter zum Gegenstand für Kritik an der Kultur an Gesellschaftssystemen oder Regierungen.

Ereignisse die der Mensch nicht in Griff bekommt wie Erdbeben Vulkanausbrüche und ähnliches im menschlichen Maßstab Katastrophen und erzeugen Angst. Die Forderung nach Beeinflussung der Natur zum Schutz vor diesen Naturgefahren steht im Gegensatz zu dieser Kulturkritik.

In unserem Sprachgebrauch vorhandene Wendungen wie (selbstverständlich) oder "in der Natur der Sache" auf eine noch viel tiefere Bedeutung der Natur hin.

Probleme der Definition von "Natur"

Als philosophischer Begriff ( siehe Philosophie und Naturphilosophie ) ist das was natürlich (der Natur und was nicht natürlich ist vom Verhältnis Menschen zu ihrer Umwelt geprägt. In diesem Zusammenhang steht "Umwelt" das "Nicht-Ich" das außerhalb des Ego des ist.

Der Begriff Natur ist nicht wertfrei wird von auch Naturkatastrophen Naturgefahren oder ähnlichem Natur wird in das Verhältnis (in Relation) Leben des Menschen gebracht und bewertet. Diese ist vor allem durch emotional ästhetisch und religiös wertende normative Einstellungen bestimmt (Oldemeyer 1983).

Natur als Nutzgegenstand

Nach bzw. neben dem anthropomorphen Naturverhältnis Frühzeit und dem biomorphen Verhältnis der Antike des fernen Ostens bildete sich durch die Überlieferung im mittelalterlichen Europa das technomorphe Naturverhältnis. Es gab Menschen gleichzeitig Beherrschungs- und Bewahrungsauftrag. Die Natur der Städte erzeugte eher Angst.

In der Aufklärung wurde die Natur dann vollständig dem zu seinen Zwecken nutzbar untergeordnet. Diese technisch-utilitäre wurde in der Romantik als Pervertierung des "Naturzustandes" aufgefasst und sentimental gesehen ohne jedoch die Trennung zwischen und "göttlicher Natur"(Hölderlin 1799) zu überwinden. Es sich ein Verhältnis das Natur als Gegenbegriff menschlichen Kultur und als ein sich selbstdefinierender Gegenstand menschlicher Nutzung sah und teilweise noch und zwar als Grundlage und Rechtfertigung für hemmungslose Ausbeutung ohne normative Beschränkungen (Oldemeyer 1983).

Integratives Naturverständnis

Erst gegen Ende des 19. Jh. maßgeblich durch die Ökologie und Kybernetik die Natur als selbst–regulatorisches System begriffen. entstand das "Wir-Welt-Verhältnis" (Oldemeyer 1983).

Mit der Popularisierung der Ökosystemforschung gewinnen seit den 80er Jahren des mehr Menschen in den Industriestaaten die Einsicht Natur nicht als Ganzes zu begreifen ist sondern nur als offenes System dessen Teil auch der Mensch seiner Kultur ist (integratives Verhältnis) (Oldemeyer 1983).

Abgeleitet davon hieße z.B. die Stadt Kulturleistung des Menschen als "zweite Natur" anzuerkennen. Stadt als Habitat (Lebensraum) des Menschen die wir uns lebensunwerter gestalten und damit einen Bedarf nach diffusen Ideal von "wilder" oder "unberührter" Natur Erholung erzeugen. Dabei wird schlicht übersehen dass vom Menschen stark überformte Bereiche ("schützenswerte") Natur beinhalten. Diese integrative Naturauffassung schlägt sich in Fachkreisen z.B. im Naturschutz in der Ökologie Stadtökologie etc. bereits nieder. Ludwig Klages bezeichnet als "zweite Natur" die rational bzw. geistdurchsetzte Landschaft.

Literatur

  • Großklaus Götz; Oldemeyer Ernst; (Hrsg.) 1983: Natur Gegenwelt - Beiträge zur Kulturgeschichte der Natur. Verlag GmbH Karlsruhe.
  • Hölderlin F. 1799: Zitiert in: Oldemeyer; 1983.

Links


Siehe auch: Naturwissenschaften Naturphilosophie Leben Naturgesetz Naturgeschichte Evolution



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